Tagebuch zum Daxtrading

Gewinn und Verlust - Wie schwer oder leicht ist es mit Daxtrading Geld zu verdienen?

Samstag, 1. September 2007

Auflösung des Dax Puts

Tja, leider sind wir beim EK von 1,08 wieder ausgestoppt worden und haben von einem guten Gewinn nichts mitgenommen. Aber das Ist Börse. Die Stimmung war mir persönlich in den letzten Tag zu gut, darum glaubten wir an einen weiteren Verfall des Daxes. Aber wir wurden eines besseren belhert. Daxstand am Freitag, den 31.08.2007 um 20.00 Uhr 7.638 Punkte. Somit gehen wir ins Wochenende und weden versuchen uns nächste Woche mit einem neuen Trade zu positionieren.

Mittwoch, 29. August 2007

Kauf Dax Put gestern war goldrichtig

Daxstand gestern Abend um 22.00 Uhr 7369 Punkte, somit sind wir bereits 160 Daxpunkte im Gewinn. Unser Daxput steht bei 2,55 somit sind wir 1470 Euro im Gewinn. USA war gestern extrem schwach und die Vorgaben für heute sehen eher nach weiteren Verlusten im Dax aus. Daher setzten wir den Stop im Dax großzügig beim EK von 1,08 und lassen den Put weiter laufen.

Montag, 27. August 2007

Neue Positioneröffnung Swingtrade im Dax 27.08.07

Dax scheint sich die letzten Tage stabilisiert zu haben. Trotzdem sind wir der Meinung, daß nach relativer Stärke der letzten Tage eine erneute kurze Korrektur bis in den Bereich um 7300 ansteht. Wir kaufen daher heute morgen eine neue Postion Dax Put beim Daxstand von 7530. Stop Loss der Postion bei Dax 7600.

Kauf 1000 Stück KNOCK-OUT-PUTS (WAVE) AUF DAX zum Kurs von 1,08 sind 1.080 Euro. Die Gebühr beträgt 30,- euro, so ergibt sich eine Investition von 1.110,- Euro.

Montag, 20. August 2007

Dax nach wie vor unberechenbar

Unsere Devise ist zur Zeit nach wie vor kein Angagement im Dax. Die Stille trügt. Obwohl es scheint, als hätte sich der Daxindex etwas beruhigt nehmen wir von einem neuen Trade weiter Abstand. Die riesigen Kursprünge der letzten Woche innerhalb von Minuten sind uns nach wie vor in Erinnerung. Ein Kursprung von 200 Punken in eine Richtung ist dem Dax jedezeit zu zutrauen. Ist man hier auf der falschen Seite investiert, ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapital gewiß.
Die Immobilien- und Bankenkrise ist noch in der Köpfen der Investoren. Obwohl riesen Summen zur Stützung des Marktes von der FED in den Markt eingebracht worden sind, ist die Lage zur Zeit sehr prekär. Unsere Meinung nach ist dies der Angang einer gößeren Korrektur. Wir warten ab, bis sich eindeutige Signale ergeben.

Montag, 6. August 2007

Kommentar zum Dax von Ronald Gehrt am 06.08.2007

Und wie geht es jetzt weiter?
von Ronald Gehrt

Guten Morgen, verehrte Leserinnen und Leser!

Nun, der Freitag hat zumindest eines gezeigt: Die Futures-Zocker agieren nicht nur auf der Hausse-Seite. Ebenso extrem, ebenso schnell und in diesem Umfang auch irrational brachen die Kurse zum Ende der US-Handelssitzung vor dem Wochenende ein, wie sie zuvor immer ganz knapp vor Sitzungsende am Mittwoch und Donnerstag emporgeschossen sind. Sicher, die Arbeitsmarktdaten waren ebenso wenig bullish ausgefallen wie der Einkaufsmanager-Index für das Dienstleistungsgewerbe. Aber das war schon zu Börsenbeginn bekannt und nicht erst kurz vor Toreschluss. Und auch die Furcht vor weiter reichenden Konsequenzen des „Credit Crunch“ taucht nicht pünktlich mit Unterschreiten von nur für Intraday-Trader relevanten Linien auf.

Eine ist aber sicher: Es ist nichts sicher. Wir haben durch diese Verkaufswelle zwar nunmehr in den Charts klar bearishe Signale erhalten. Aber wer weiß, ob die nicht am heutigen Montag plötzlich wieder Makulatur sind und der Dow Jones zur Abwechslung mal wieder 200 Punkte nach oben geht? Ich denke, es macht wenig Sinn, die Schuldigen hinter diesem Chaos zu suchen oder finstere Verschwörungen dahinter zu vermuten. Denn es zählt letzten Endes nur eines für uns:

Wie geht es weiter?
Ich persönlich, und das habe ich ja an dieser Stelle bereits unterstrichen, denke, dass diese extreme Volatilität ein ziemlich deutlicher Hinweis darauf ist, dass das für die Bullen – so nach der letzten Woche noch welche vorhanden sind – böse enden wird. Wir haben lernen müssen, dass Kursspannen, die vor gar nicht allzu langer Zeit noch eine bewegte Woche kennzeichneten, heute binnen Minuten möglich sind. In beide Richtungen.

Wer sich davon in die Märkte saugen und zu spekulativem Trading verleiten lässt, hat eigentlich nicht die geringste Chance, genug richtig zu machen, um dabei etwas zu verdienen. Auch, wenn diese großen Bewegungen im nachhinein im Chart so einfach und verlockend aussehen. Wenn sie mal eben des Abends auf die Toilette gehen und bei ihrer Rückkehr notiert der Dow Jones 150 Punkte tiefer ... dann wissen sie, dass man es besser bleiben lassen sollte.

Donnerstag, 2. August 2007

Der passende Bericht zur allgemeinen Lage

Diesen Bericht habe ich gerade entdeckt und möchte ihn in meinen Daxtrading Blog stellen, da dies die momentane Lage bestens bestreibt. Was zur Zeit in den Indicis abgeht hat mit normalen Kursbewegungen nichts zu tun und heißt für Daytrader "zuschauen" sonst ist das Geld in Sekunden vernichtet.

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Es wird gemeingefährlich - allerhöchste Vorsicht ist geboten!

von Ronald Gehrt

Nun verfolge ich schon seit 18 Jahren die Börsen Tag für Tag, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. In den vergangenen Tagen erlebe ich recht viele Dinge, die erfahrenen Anlegern die Haare zu Berge stehen lassen ... aber das!? Solche eine Börse möchte ich nicht haben. In diesen Tagen ist sie kein Bereich, um Geld zu verdienen. Nein, sie ist gefährlich ... gemeingefährlich.

Nun bin ich wirklich froh, auf mich selbst gehört (was nicht die Regel ist) und alle Derivate mit irgendwelchen Margins oder KO-Schwellen aus dem Depot verbannt zu haben. Aber was die letzten 20 Minuten des US-Handels in anderen Depots angerichtet haben, ob in den USA oder hierzulande, mag ich mir gar nicht ausmalen.

Bereits im Verlauf des Vormittags wurde es immer seltsamer. Erinnern wir uns: Die US-Börsen brachen in den letzten zwei Handelsstunden des Dienstags ein. Die asiatischen Börsen nahmen die Vorgabe auf und sackten sehr deutlich durch. In Frankreich und England und im Rest Europas fielen die Börsen dementsprechend deutlich. Doch während der Dax zunächst mit deutlichen Abschlägen eröffnete, stabilisierte er sich sofort, zog leicht an und „schlüpfte“ dann um 11:45 in 20 Minuten schnell mal 75 Punkte nach oben. Insgesamt zog der Index vom Tagestief bis kurz vor Eröffnung der Wall Street um schlappe 130 Punkte an – und setzte sich so auf einmal an die Performance-Spitze der europäischen Börsen, glänzte also mit den kleinsten Verlusten. Ausgerechnet der Dax? Seltsam ...

Wie von Geisterhand gezogen

Es waren reine Future-Geschäfte, die all diese Veränderungen bewirkten. Das war leicht an der Art, wie die Kurse teilweise 10, 20 Punkte binnen Sekunden sprangen, nachzuvollziehen. Wir waren beim Dax den ganzen Tag über in der Hand derjenigen großen Adressen, die mit dem Future spielten wie mit einer Playstation. Dabei war die Art und Weise, wie versucht wurde, die Kurse deutlich in eine Richtung zu manipulieren, keineswegs ein Hinweis auf normale Fonds oder den Eigenhandel der Banken. Den Taktstock schwangen, so meine ich, die allseits beliebten Hedge Funds. Immer mehr Geld, immer mehr Marktdominanz, immer mehr Futures ... und keinerlei Verantwortung oder fundamentale Grübeleien ... sondern Computersysteme.

Wie man immer öfter lesen kann, geht das auch mal leicht daneben. So daneben, dass das Geld derer, die diesen Adressen vertrauen, dann mal schnell weg ist. Das war bei den ersten Fonds dieser Art ein Risiko .. heute ist es das erst recht. Für diejenigen, die da herumjonglieren, macht das wenig aus. Wenn es heftig kommt, ist der Job weg. Meist aber nicht einmal das. Es geht schließlich auch bloß um GaL ... Geld anderer Leute.

Ich weiß nicht mehr ganz genau, wie sich die Tage nach dem 11. September 2001 intraday abspielten. Es war heftig und volatil ... aber selbst wenn die Sprünge damals so extrem wie gestern gewesen sind – damals gab es zumindest einen Grund!

Gestern passierte eigentlich nichts – außer in den Kursen selbst. Der Dax Future wurde vom Tagestief um 7.413 zur Eröffnung erst mal gemütlich um 180 Zähler auf 7.600 hochgeprügelt, um dann aber, als es an Wall Street bergab ging und besonders bei S&P und Nasdaq 100 wichtige Linien unterschritten blieben, wieder um 130 Punkte nach unten gedrückt zu werden (ich lasse die „kleineren“ Swings von 50-100 Pünktchen zwischendrin mal weg) ... um dann, um 21:40 Uhr binnen weniger als 20 Minuten um 200 Punkte zu steigen!!

Kaufsignale aus dem Nichts

Das sind fast 3%. Die Wende? Alles rein? Charttechnische Kaufsignale? Ja, wie Sie im Chart des Dax Future sehen, ist dadurch anstatt eines bearishen Signals, das noch um 21:40 Uhr existiert hatte, ein sehr bullishes Signal geworden: Ein „bullish engulfing pattern“, das zugleich die wichtige Unterstützung vom Mai erneut verteidigt hat.

Aber, und ich gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, da ich wie sonst auch niemand nicht hellsehen kann: Trauen Sie dem nicht! Es kann daraufhin heute früh endlos bergauf gehen. Solange hier die Futures-Zocker alles in der Hand haben, ist heute absolut alles möglich – 200 Punkte rauf, 200 Punkte runter ... wer weiß?

Denn dieses völlig entartete Chart-Szenario gestern hat, davon abgesehen, dass es Vermögen vernichtet haben dürfte, nichts, auf das man bauen kann. Ich will Ihnen mal darlegen, wie das kam:

Ein leichtes Ungleichgewicht und seine Folgen

Um 21:40 Uhr, also 20 Minuten vor Handelsende, laufen an den US-Börsen die Orders großer Adressen für die letzten Handelsminuten ein. Normalerweise kein großes Ereignis, der Handel läuft in der Regel normal weiter. Nur bei Ungleichgewichten zwischen Kauf- und Verkaufsorders wird dies für alle sichtbar angezeigt: „imblanance on close“.

In diesem Fall war es an Wall Street so, dass trotz Kursen nahe am Tagestief die Kauforders überwogen. Das muss nicht viel gewesen sein. Aber die völlige Unsicherheit, die Orientierungslosigkeit der Akteure, nachdem es auch an Wall Street gestern dauernd mit großen Sprüngen Auf und Ab ging, führte dazu, dass diejenigen, die Short waren, also auf fallende Kurse setzten, schnell ihre Positionen eindecken wollten.

Das dumme ist: Wer „eindecken“ will, muss den Future kaufen, also Long gehen, um seine Short-Position dadurch zu neutralisieren. Und da durch das Geschaukel zuvor alle paar Punkte Stop-Loss-Marken der Intraday-Trader lagen, wurden die dadurch auch noch ausgelöst und setzten so ein Kursinferno frei, welches, Sie sehen es im Intraday-Verlauf des Dow Jones (Quelle www.bigcharts.com) gerechnet ab 21:28 Uhr einen Kursanstieg von 250 Punkten auslöste, vom Level nahe am Tagestief über die bisherigen Tageshochs hinaus immer weiter und weiter ... weil überall Stoppmarken von Tradern lagen!

Da der Dax Future im nachbörslichen Handel relativ dünne Umsätze aufweist und zudem alle durch dieses permanente Geschaukel der Kurse in Größenordnungen, die in einer Stunde manchmal die Handelsspanne mehrerer Tage in ruhigen Zeiten überschritten, absolut durch den Wind waren, war hier die Wirkung noch viel extremer:

Der Dax Future lag 120 Sekunden vor Schluss bei 7.674,50 ... und damit knapp 200 Punkte höher als 18 Minuten zuvor!! Und er schloss dann 120 Sekunden später bei 7.622,5 und damit gut 50 Punkte tiefer. Zwei Minuten später! Stellen Sie sich das bitte vor!

Und dann bedenken Sie bitte eines: Was hat diese charttechnisch so nachhaltig wirkende Wende verursacht? Eine tiefgreifende Veränderung der Problemfaktoren, welche für den laufenden Rücksetzer verantwortlich war? Nein! Nur ein leichtes Übergewicht an Kauforders an Wall Street kurz vor Schluss und blanke Nerven der volatilitätsgebeutelten Trader und Zocker. Das ist der Punkt!

Jetzt erst recht: Raushalten!


Die Lage als solche ist unverändert. Auch, wenn wir hier auf einmal durch diese völlig irrsinnige Rallye charttechnisch viel besser da stehen (sehen Sie den S&P an – um 21:40 klar unter Juli 2006-Trendlinie, Februar-Hochs und 200 Tage-Durchschnitt, 20 Minuten später klar darüber): Überlegen Sie mal wo wir stünden, wäre das leichte Übergewicht der Orders zum Handelsende bei den Verkäufen gelegen!

Ist so etwas die Basis, jetzt einzusteigen und ernsthaft erwarten zu dürfen, dass wir nun eine solide, vernünftige Aufwärtsbewegung nach einer ordentlichen Marktbereinigung sehen? Sie müssen selbst entscheiden, ich kann Ihnen nur meine Meinung wiedergeben. Aber diese Meinung lautet: Um Himmels willen nein! Mag sein, es geht heute rauf. Aber nach dem gestrigen Tag gibt es nicht den Hauch der Sicherheit, dass heute nicht dasselbe nach unten passiert. Oder noch mal nach oben und morgen doppelt so viel nach unten! Das schaukelt sich jetzt immer extremer auf! Es ist alles möglich – in jeder Größenordnung. Und das ist gefährlich!

Im Augenblick bleibt mit als Rat nur zu erneuern, was ich letzte Woche bereits dringend riet: Bleiben Sie diesem Markt fern! Warten Sie, bis die Future-Zocker aufhören, mit dem Geld anderer Leute Unheil zu verbreiten. Egal, wohin die Kurse kurzfristig laufen, ich bin der Ansicht, das einzige, was sie verpassen könnten, wären völlige Verunsicherung und Wut darüber, wie leicht Millionen von Anlegern weltweit zu Spielbällen von wenigen werden können!

Quelle: Daily-Observer

Aktienmarkt wird extrem durgeschüttelt.


Die derzeitige Lage sehr gut besschrieben im Morgenkommentar von Uwe Wagner
Quelle: http://www.traders-mag.com


Technischer Morgenkommentar vom 02. August 2007

Dem Kursabsturz vom Dienstag, der im Zusammenhang mit der Subprime-Krise die Aktienmärkte buchstäblich durchrüttelte, folgte am gestrigen Mittwoch eine Erholungs-Rallye, die im FDAX in der Spitze eine Tagesspanne von über 250 Punkten umfasste und die durchschnittliche True Range der letzten fünf und zehn Tage deutlich klettern ließ. Dieser Indikator, der zudem eine Funktion als Filter hat, um Marktphasen mit volatilitätsbedingten Extrembewegungen herauszufiltern, erreicht mittlerweile wieder Regionen, innerhalb derer Marktaktivitäten mit überdurchschnittlichen Risiken behaftet sind. Dies manifestiert sich in erster Linie darin, dass auf Grund heftiger Kursbewegungen Stop-Kurse eher zufällig erreicht werden können, weil diese in den Bereich der „normalen“ Kursschwankung in der entsprechenden Marktphase kommen. Um diesem Risiko entgegenzutreten gibt es zwei Möglichkeiten:

(1) Einstellen des Handels, bis sich die durchschnittliche True Range wieder auf normales Maß reduziert oder
(2) deutliche Reduzierung der Positionsgröße.

Marktbeobachter verweisen auf Schnäppchenjäger, die nach einer Neubeurteilung der Risiken die überverkaufte Marktverfassung genutzt haben sollen, um Positionen aufzubauen. Ganz vom Tisch ist das Thema Subprime-Krise dennoch noch nicht. Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge, soll nun auch ein dritter Hedge Fund von Bear Stearns in die Schieflage gerutscht sein. Zwei ihrer Fonds hatten bereits vor wenigen Wochen einen Totalverlust für die Anleger gebracht.

Nach mehreren Ausflügen in die Verlustzone, kletterten am späten Nachmittag / frühen Abend die Kursnotierungen der US-Indizes in die Plus-Zone und zogen damit die Futures FDAX und FESX, welche bis 22:00 Uhr gehandelt werden, mit.

Die US-amerikanischen Börsen-Indizes erreichten am Abend deutliche Kursgewinne, FDAX und FESX schlossen ebenfalls oberhalb der Schlusskurse vom Dienstag. Die Indizes in Europa folgten in der gestrigen Markteröffnung mit einem Kurssprung auf der Unterseite den negativen Vorgaben des Vortages, erholten sich im Tagesverlauf, schafften es zum großen Teil jedoch nicht mehr in die Gewinnzone.